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Salz
Salz zum Spielen.
Salz-Blumen pflücken.
Mittlerweile hat sich die Salz-Mode längst etabliert und wir fragen uns ein wenig verwundert, wie wir früher ohne Fleur de Sel auskommen konnten. Das ist das teuerste und edelste Meersalz der Welt. Diese Blume des Salzes verhält sich zu Kochsalz in etwa so wie frisches, kaltgepresstes Olivenöl zum Sonnenblumen-Maschinenöl, das unsere Schnitzel-Kindheit begleitete.
Der Name „Fleur de Sel“ kommt nicht von ungefähr, wird das Salz doch von Hand gepflückt. Erledigt wird das von Salzbauern, die an der Algarve, in der Camargue und der Bretagne Meerwasser in großen Becken solange Wind und Sonne aussetzen, bis sich eine schöne Sole, also Kruste, bildet, die dann per Hand geschöpft werden kann. Dafür braucht man nicht nur den geeigneten Bauern, sondern auch die idealen Bedingungen mit hohem Sonneneinfall, konstanten Windverhältnissen und wenig Luftfeuchtigkeit. Wenn das alles passt, kann die richtige Salz-Konzentration erreicht werden und die Salzdecke, die am ehesten einer schönen dünnen Eisdecke ähnelt, vorsichtig abgetragen werden. In den Sommermonaten spricht man bei diesen Salz-Becken auch vom Reifen. Das alles gelingt nur schwer, daher macht das echte Fleur de Sel nur einen winzigen Anteil der gesamten Salz-Ernte aus. Kein Wunder also, dass Apotheker-Preise verlangt werden. Apropos: Gesünder als alle anderen Salze soll Fleur de Sel auch sein.




