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Ganzheitlicher Ansatz der Schubert Unternehmensgruppe
Die Gesellschaft veraltet. Bis 2050 wird der Anteil der Senioren über 60 Jahre von 22 auf 37 Prozent ansteigen – bei einem zeitgleichen Rückgang junger Menschen. Die Zahl kranker und dementer Senioren wird mit dem Altern der Gesellschaft zunehmen. Heute sind in Deutschland bereits mehr als 1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Durch die beträchtliche Steigerung der Lebenserwartung wird sich die Zahl in Zukunft weiter erhöhen.
(Düsseldorf, 24. März 2009)
Ein Trend, der die Gesellschaft vor Herausforderungen stellt, wenn sie sich nicht schon jetzt darauf einstellt. Denn es wird nicht allen Menschen möglich sein, bis ins hohe Alter selbstständig zu bleiben. Die oft multimorbiden Hochbetagten sind durch eine Reihe an körperlichen Alterserscheinungen in ihrer Beweglichkeit sehr reduziert. Sie sind vermehrt auf Hilfe angewiesen. Wenn die häusliche Betreuung an ihre Grenzen stößt, d. h. aufgrund der Pflegeintensität von Angehörigen nicht mehr zu bewältigen ist, kann das nur noch von externer Hilfe in stationären Einrichtungen aufgefangen werden. Demenz ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen. Allen Formen ist gemein, dass sie zu einem Verlust der Geistes- und Verstandesfähigkeit führen. Ursachen für Demenz liegen zu einem Großteil bei Morbus Alzheimer und zu kleineren Teilen bei Multifarkt-Demenz und Mischformen. Durch die Veränderungen in der Alterspyramide zugunsten Hochbetagter werden zukünftig Krankheiten wie Demenz weiter zunehmen, sodass man sich aktiv mit dieser Problematik auseinander setzen muss. Die Ernährung stellt einen entscheidenden Ansatzpunkt für eine positive Einflussnahme auf die Entwicklung von Demenzkranken dar.
Die Schubert Unternehmensgruppe, der Top-Care-Caterer in Deutschland, beschränkt sich bei seinem Ernährungskonzept für Demenzkranke im Rahmen von "Schubert balance" nicht nur auf die Darreichung von Fingerfood, sondern setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz. Dabei wird auf eine eineausreichende Flüssigkeitsversorgung Wert gelegt und die individuellen biographische Präverenzen bei der Zusammenstellung der Speisen berücksichtigt.
Die vorhandenen Fähigkeiten stimulieren und soweit wie möglich zu nutzen, ist ein zentraler Ansatz im ganzheitlichen Konzept der Schubert Unternehmensgruppe. Vom so genannten „Füttern“ der Pflegebedürftigen endlich Abschied nehmen – das ist ein gewaltiger Schritt in ein würdevolleres Dasein der Betroffenen. Durch Fingerfood kann die Nahrungsaufnahme eigenständig erfolgen.
Im Alter werden Dinge verstärkt haptisch wahrgenommen. Eine unmittelbare Folge von nachlassendem Sehvermögen. Übertragen auf die Ernährung heißt das „Essen von der Hand in den Mund“. Durch das Fingerfood-Angebot der Schubert Unternehmensgruppe wird das Essen für Demente wieder zum Erlebnis. Die Lebensqualität der Patienten wird erheblich erhöht. Die Alternative zur Breikost mobilisiert außerdem die Grundreflexe und hält den Geschmackssinn aufrecht.Alte Menschen und insbesondere demenzerkrankte Menschen leben in der Vergangenheit. Die Erinnerung an die Kindheit ist für pflegebedürftige Senioren, die sich in einem Lebensabschnitt befinden, der mit Verlusten und Frustrationen verknüpft ist, bedeutsam. Die in der Vergangenheit zurückliegenden Ereignisse werden reaktiviert, in einem Missverhältnis zur aktuellen Situation des Hochbetagten oft verklärt und entsprechend positiv umgestaltet. Auch die früh erlernten Ernährungsgewohnheiten und individuellen kindheitstypischen Mahlzeiten sind ein Teil der Erinnerung. Ältere Menschen möchten in der Regel keine kulinarischen Experimente, die ihnen oft fremd erscheinen. Für Demente ist alles Neue mit Stress verbunden. Daher sind sensorische Konstanten, wie beispielsweise die Vertrautheit der regionalen Küche, relevant. Die Schubert Unternehmensgruppe legt daher großen Wert darauf, sich mit den biographischen Daten der Bewohner vertraut zu machen. Entsprechendes historisches und kulturgeschichtliches Wissen sind die Schlüssel zur „biographischen Wunschkost“. Die Praxis mit Demenzkranken zeigt, dass sehr viele Betroffene ausgesprochen positiv auf favorisierte Mahlzeiten reagieren. Diese können sowohl regional geprägt oder auch der Familientradition entnommen sein.
Das Fingerfood fußt auf der „biographischen Wunschkost“ der Bewohner. Die Rückmeldung der Senioren und die Ergebnisse der Analysephase (welche Gerichte sind positiv, welche negativ besetzt) werden in die spätere Essens- und Planungsgestaltung für die „biographische Wunschkost“ einbezogen. Die dann am besten für Fingerfood geeigneten Speisenkomponenten werden entnommen und weiterverarbeitet. Das gelingt nicht ohne verschiedene Hilfsprodukte wie etwa dünne Teigblätter, Gebäck zum Befüllen, Warmhalteboxen mit Vertiefungen (zum Erwärmen der Speisen und zum Einsetzen am Patienten), Eiklar (zum Stocken von warmen Komponenten) und Nudeln in Muschelform. Die typische Frühlingsrolle, die ein älterer Mensch als fremd empfindet, weil er sie nicht kennt, wird nicht angeboten. Stattdessen stehen Hackbällchen, Kartoffelklöße und Tomatensoße auf dem Speiseplan. Wichtig ist, dass sich die einzelnen Komponenten des Gerichtes farblich voneinander abheben. Andernfalls verhindert die Wahrnehmungsstörung bei Demenzkranken ein Erkennen der Bestandteile.
Der Zeitaufwand, der mit dem Kochen verbunden ist, beläuft sich bei fünf Portionen durchschnittlich auf 10 Minuten Vorbereitungszeit. Nach einer gewissen Routine in der Zubereitung verkürzt sich der Zeitaufwand, so dass es möglich ist, die Arbeiten für das Finger-food neben den normalen Kochaktivitäten zu leisten.
Schubert Unternehmensgruppe
Andreas Feller
Tel.: 02 11 / 83 05 - 4 33
Fax: 02 11 / 83 05 - 9 94 33
E-Mail: presse@schubert-gruppe.de
INES UHLIG Public Relations
Agentur für Ernährung und Gesundheit GmbH
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