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Osteoporose

Aufgaben des Skeletts

* Hauptbestandteil des Bewegungsapparates und Ansatzpunkt für Sehnen und Muskulatur
* Mechanischer Schutz wichtiger Organe (Gehirn, Herz, Lunge) sowie des Knochenmarks
* Speicherorgan für Mineralstoffe und Spurenelemente

* 99% des gesamten Calciumgehaltes des Körpers sind in den Knochen gespeichert
* Der Gehalt des Skeletts an Calcium beträgt etwa 1-1,5kg (entspricht 2% des Körpergewichts)

Definition

Unter Osteoporose versteht man eine Erkrankung des gesamten Skelettsystems, die durch eine Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion sowie eine erhöhte Frakturneigung gekennzeichnet ist.
Wenn es als Folge des Knochenabbaus zu einem Knochenbruch kommt, spricht man von einer "klinisch manifesten Osteoporose". Wird eine Abnahme der Knochendichte diagnostiziert, ohne dass es zu einer Fraktur kommt, spricht man von einer "präklinischen Osteoporose" (Osteopenie).
Man unterscheidet grundsätzlich die primäre Osteoporose (95% der Erkrankungen), die ohne organische Ursache auftritt, von der sekundären Osteoporose, die sich als Folge anderer Erkrankungen oder durch den Einsatz bestimmter Medikamente (z.B. Cortison) entwickelt.

Symptome

* Knochenschmerzen (besonders im Rücken)
* gesteigerte Neigung zu Knochenbrüchen ohne erkennbare Ursache (Spontanfraktur)
* Zusammensinken der Wirbelkörper (Rundrücken bzw. "Witwenbuckel", Abnahme der Körpergröße)

Diagnose

Für die Diagnose der Osteoporose steht die Messung des Mineral- bzw. Calciumgehaltes der Knochen (=Knochendichte) im Mittelpunkt. Dafür stehen zur Zeit folgende Methoden zur Verfügung:

* Einzelphotonenabsorptiometrie (SPA)
* Dual-Energy
* Röntgenabsorptionsmessung (DXA)
* Quantitative Computertomographie

Die Bewertung der Ergebnisse erfolgt durch den Vergleich der Knochendichtewerte von gleichaltrigen Gesunden. Ab welchem Wert Handlungsbedarf besteht, ist bislang noch nicht eindeutig geregelt.

Häufigkeit

Derzeit sind in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen von der Osteoporose betroffen. Die Zahl der dadurch bedingten Oberschenkelhalsbrüche wird auf rund 80.000 geschätzt. Die Osteoporose hat zumindest in den Industrieländern den Status einer Volkskrankheit erlangt. 20% aller Frauen erleiden statistisch gesehen im Laufe ihres Lebens einen Oberschenkelhalsbruch. Durch die medizinische Behandlung dieser Frakturen (z.B. künstliches Hüftgelenk) entstehen jährlich Kosten von etwa einer halben Milliarde €

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