Essstörungen

Auftreten und Häufigkeit

Zu den psychosomatischen Essstörungen zählen die Pubertätsmagersucht (Anorexia nervosa) und die Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa). Frauen sind dabei weit häufiger betroffen als Männer, deren Anteil zwischen 5 und 10% liegt, in der letzten Zeit allerdings zunimmt. Der Beginn einer Essstörung liegt meist etwa zwischen dem 14. und 25. Lebensjahr.

Das Krankheitsbild der Magersucht wurde bereits im 17. Jahrhundert beschrieben, während der Begriff der Bulimia nervosa erst Ende der 70er Jahre geprägt wurde.


Ursachen

Die Anzahl der Betroffenen stieg in den letzten Jahren stetig an, was zum einen auf das propagierte Schönheitsideal, zum anderen auf die bessere Diagnosestellung seitens der behandelnden Ärzte zurückzuführen ist.

Vor allem das in den westlichen Industrienationen geltende Schönheitsideal hat einen großen Einfluss auf die Krankheitsentstehung. Dabei wird Schlankheit immer wieder mit Attraktivität, beruflichem und privatem Erfolg assoziiert. Durch die Medien wird diese Tendenz weiter gefördert. Dies führt dazu, dass vor allem Mädchen mangelndes Selbstwertgefühl durch übertriebenen Schlankheitswahn kompensieren wollen.


Abgrenzung

Es gibt immer wieder Berichte über Überschneidungen zwischen den beiden Krankheitsbildern. So kann eine Bulimie als Folge einer Magersucht sowie eine Anorexie aus einer Ess-Brech-Sucht resultieren (seltener). In den folgenden Kapiteln werden die beiden Formen der Essstörung differenziert dargestellt.


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