Infobausteine für einen nachhaltigen und gesundheitsfördernden Konsum
Fehlende Kompetenz in Sachen Lebensmittelauswahl und -zubereitung, eine wachsende Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendliche – Fachleute mahnen angesichts der Besorgnis erregenden aktuellen Ernährungssituation vieler Schülerinnen und Schüler dringend Handeln an: Mit Infobausteinen für einen nachhaltigen und gesundheitsfördernden Konsum hat die Verbraucherzentrale NRW nun eine Handreichung konzipiert, um Schulen Möglichkeiten zur Ernährungserziehung aufzuzeigen und Anregungen für die praktische Umsetzung zu geben.
Schule als Lernort bietet zahlreiche Ansatzpunkte, um Schülerinnen und Schülern im Unterricht wie beim Verpflegungsangebot frühzeitig zu vermitteln, dass gesundes Essen schmeckt und Genuss beschert – was die Chance bietet, langfristig an ein gesundheitsförderndes Essverhalten he- ranzuführen. Wenn das Thema „Essen und Trinken“ um die Aspekte Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft erweitert wird, kann zudem nachhaltiger Konsum gefördert werden. Handlungs- und Erlebnisorientierung heißen dabei die Ansätze in den Info-Bausteinen der Verbraucherzentrale NRW, die zum Ziel haben, die Unterrichtsinformationen rund ums gesunde Essen und Trinken auch im täglichen Verpflegungsangebot der Schule wieder zu finden. Insgesamt sind zwölf Themen bearbeitet: neben Texten zu Schulfrühstück und -kiosk sowie zur Mittagsverpflegung gibt es Ausarbeitungen zum nachhaltigen Konsum, zum ökologischen Landbau, zur regionalen Vermarktung und zum Fairen Handel. Die Info-Bausteine bieten sowohl Sachinformationen als auch Anregungen für die Umsetzung in der Praxis: dazu gehören Rezeptvorschläge ebenso wie Hinweise auf Bezugsquellen.
Die Bausteine für die ganzheitliche Ernährungserziehung können hier heruntergeladen werden.
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Erste Schritte zu einem optimalen Angebot
Mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler in fast 2.200 Ganztagsgrundschulen in Nordrhein-Westfalen kommen hungrig aus dem Unterricht und fragen "Was gibt’s zu essen?". Sie möchten für die zweite Tageshälfte "auftanken" und freuen sich auf ein leckeres und abwechslungsreiches Mittagessen, das sie mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern gemeinsam genießen.
Ganztagsgrundschulen und Grundschulen, die es künftig werden wollen, sind aufgefordert sich mit dem Thema "Mittagsverpflegung" auseinander zu setzen. Im Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder zur Offenen Ganztagsschule im Primarbereich ist folgende Formulierung zu finden: "Für die teilnehmenden Kinder muss Gelegenheit für einen Imbiss oder eine Mahlzeit bestehen". Qualitätsstandards für diesen Imbiss oder diese Mahlzeit werden jedoch nicht beschrieben. Es liegen lediglich unverbindliche "Empfehlungen zur Mittagsverpflegung in Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie zum Verkauf von Speisen und Getränken in Schulen" vor.
Deshalb hat die Verbraucherzentrale NRW ein Infopaket zusammengestellt, das den Einstieg in das Thema Mittagsverpflegung erleichtern soll und zur Vertiefung geeignete Materialien wie z. B. "Argumentationshilfen zur Notwendigkeit eines gesundheitsfördernden und nachhaltigen Essen und Trinkens" enthält. Das Infomaterial kann hier kostenlos herunter geladen werden. Download hier
Quelle: Verbraucherzentrale-NRW
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