Wichtige Meilensteine setzte die GÄSTE 2007 in Sachen gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen - ein Thema, das in Politik, Medien und Öffentlichkeit mittlerweile heiß diskutiert wird. Auf dem überaus gut besuchten 3. Kongress zur Schulverpflegung stellten Fachleute unter anderem nachahmenswerte Modelle zur Mittagsversorgung in der Schule vor und tauschten sich über Strategien aus, Kinder zum Geschmack zu erziehen und ernährungsbedingte Krankheiten - die heute bereits jährliche Kosten von 70 Milliarden Euro verursachen - zurückzudrängen. Begleitet wurde die Diskussion von einer gemeinsamen Kochaktion, bei der die Spitzengastronomen Sarah Wiener, Silvio Escher, René Bobzin und Ernst-Ulrich Schassberger gemeinsam mit Schülerköchen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg am Herd standen.
Mit der Aktion "Sachsen genießen - Kinder, das schmeckt!" stellten das sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sowie der DEHOGA Sachsen e.V. eine weitere Initiative zur gesunden und schmackhaften Ernährung der Heranwachsenden vor. Ziel der Aktion, an der sich Gaststätten aus allen Regionen des Freistaates beteiligen, ist es, Kindern und ihren Eltern frische Kost aus heimischen Zutaten schmackhaft zu machen. "Kinder sind die Feinschmecker von morgen", betonte der sächsische Agrarminister Roland Wöller während der Präsentation der Aktion. "Wir sollten ihre Essgewohnheiten nicht dem Zufall oder gar Pommes & Co. überlassen." Die Tatsache, dass heute bereits 15 Prozent aller Drei- bis 17-Jährigen übergewichtig und jedes sechste Kind in Deutschland sogar fettsüchtig seien, stelle die Gastronomie und Ernährungswirtschaft vor eine große Herausforderung, so der Minister.
Die nächste GÄSTE - Internationale Fachmesse für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung findet vom 15. bis 18. November 2009 statt.
Aus dem Inhalt:
Mahlzeiten / Angebote
Sie haben noch Überkapazitäten in Ihrer Küche? Dann geben Sie uns eine Anfrage, wir leiten sie weiter. Ob für Schulverpflegung, Kita´s oder Belieferung von Kliniken und Senioreneinrichtungen hier können Sie Anbieten.
Abrechnungssysteme
Online Bestell- und Abrechnungssystem für Schulessen / Schulspeisung, Mittagessen oder Mittagsverpflegung in der Mittags- Ganztagsbetreuung oder G8, Catering Schulsoftware, Bestellterminal, Bestellsysteme.
Gesunde Kinderernährung auf die Schnelle
RATGEBER 27.05.2008 Gesunde Kinderernährung auf die Schnelle Tipps und Rezepte für eilige Eltern Pommes, Pizza, Pudding: Was Kinder gerne essen, ist oft nicht sehr gesund. Doch gesunde Ernährung ...
Besser Essen. Mehr bewegen ...
Besser essen. Mehr Bewegen. Ein Projekt der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zur Förderung von Projekten und Initiativen die sich mit der gesunden Ernährung und ausreichenden B...
Downloads zum Thema
Empfehlungen des Fachausschusses Ernährung und Gesundheit Flyer "Gesunde Ernährung für unsere Kinder" und Flyer "Richtige Ernährung im Vorschulalter" zum downloaden
Essen und Trinken in der Schule:
Infobausteine (Downloads) für einen nachhaltigen und gesundheitsfördernden Konsum Fehlende Kompetenz in Sachen Lebensmittelauswahl und -zubereitung, eine wachsende Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendliche ...
Essen und Trinken in Kitas und Grundschulen
DGE-intern 21/2007 vom 24.07.2007 Essen und Trinken in Kitas und Grundschulen Regionale Fachtagung des Netzwerks Kita und Gesundheit (dge) Rund 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 3 und...
Fast Food überschätzt:
Verzehrsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen (aid) - Immer wieder wird das Essen in Fast Food Restaurants genannt, wenn über die Zunahme der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen diskutiert...
GHS Ahornweg startet in den Ganztag
GHS Ahornweg (Bergisch Gladbach) startet in den Ganztag - Mehr Chancen für Hauptschüler Ende April hat das Land NRW grünes Licht gegeben: Die GHS Ahornweg, die aus der Zusammenlegung der Hauptsch...
Plattform Ernährung und Bewegung
Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) vereint alle relevanten gesellschaftlichen Kräfte, die sich für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil bei Kindern und Jugendlichen einsetzen. Ihr ...
Rahmenkriterien für die Schulverpflegung
Erstmalig bundesweite Rahmenkriterien für die Schulverpflegung 04.05.2005 - Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), die Verbraucherzentralen und der Ökologische Großküchen Service (ÖGS)...
Aktion: Bio kann jeder
Die Informationskampagne für eine ausgewogene Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen "Bio kann jeder!" lautet das Motto der bundesweiten Informationskampagne für mehr Bio-Produkte in ...
Schulessen zum Top-Thema machen!
Gute Beispiele müssen Schule machen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Länder aufgefordert, die Qualität des Essens und die Ernährungsbildung in Schulen zum Top-Thema zu machen. "Theorie und Praxis müssen wieder stärker ineinandergreifen", sagte vzbv-Vorstand Edda Müller zum Start der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Sie rief die Verantwortlichen auf Landes- und kommunaler Ebene auf, der Ernährungskrise bei Kindern und Jugendlichen entgegenzusteuern und für klare rechtliche Vorgaben in der Schulverpflegung zu sorgen.
Edda Müller: "Die Schulverpflegung ist vielerorts besser als ihr Ruf - zahlreiche gute Beispiele müssen jetzt endlich in ganz Deutschland Schule machen."
"Gutes Essen und Ernährungserziehung in der Schule sind der notwendige Kontrapunkt zum Werbemärchen von 'gesunden Süßigkeiten' und zu familiären Ernährungsdefiziten", so Müller. "Der flächendeckende Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen ist eine einmalige Chance." Diese Chance zur Verbesserung der Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit und Lernfreude von Kindern und Jugendlichen dürfe man nicht verspielen. Klar sei, dass mit dem Anspruch der Schulen nicht vereinbar ist, hungrige Schüler mit Süßigkeiten und Softdrinks zu versorgen.
Foto: Databecker
Esskultur im Wandel:
Wenn Eltern versagen, müssen Schulen einspringen ...
Jedes sechste Kind in Deutschland ist zu dick. Mitte der achtziger Jahre war die Zahl der übergewichtigen und fettsüchtigen Kinder nur halb so groß. Neben Defiziten in der Familie (kein gemeinsames Essen mehr, jedes vierte Kind kommt ohne Frühstück zur Schule), einer intensiven Bewerbung zucker- und fetthaltiger Kinderlebensmittel und Bewegungsmangel (20 Prozent der elfjährigen Jungen sitzen mindestens vier Stunden am Tag vor dem Fernseher) tragen auch die Schulen Mitschuld an dieser Entwicklung: Häufig gilt auch für das Essen in Schulen: zu süß, zu fett, zu wenig Obst und Gemüse. Gleichzeitig findet hauswirtschaftlicher Unterricht mit den Themen Lebensmittel und Ernährung im Schulunterricht kaum statt.
Dabei ist gerade das Schulalter wichtig für die Ausprägung von Ernährungsverhalten, des Gewichts sowie Gesundheitszustands im Erwachsenenalter. Wer bereits als Kind oder Jugendlicher übergewichtig ist, ist dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter. Bei übergewichtigen Zehn- bis 13-Jährigen beträgt die Wahrscheinlichkeit, auch als Erwachsene übergewichtig zu sein, mehr als 80 Prozent. Millionen Kinder stillen ihren Hunger zum großen Teil in der Schule - vornehmlich am Schulkiosk oder durch Automaten. Der Trend zur Ganztagschule bietet eine Chance, durch die Gestaltung eines gesundheitsfördernden Verpflegungsangebots in Schulen, dem gesamtgesellschaftlichen Negativ-Trend steigender Übergewichtsraten bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken.
Studie belegt: Gute Ansätze bleiben lückenhaft ...
Eine vom vzbv zum Auftakt der Grünen Woche präsentierte Erhebung zur Situation der Schulverpflegung in Deutschland zeigt, dass zwar vielerorts verbindliche Vorgaben für das Schulessen in den Schulgesetzen fehlen. Zugleich gibt es jedoch viele gute Einzelaktivitäten und Ansätze, die es zu bündeln gilt:
* So sieht das Schulgesetz von Sachsen-Anhalt ein warmes Vollwertmahl zu sozial angemessenem Preis vor. Bei der Umsetzung in der Praxis müssen der Schülerrat und der Schulelternrat vom Schulträger angehört werden. * Auch in Brandenburg muss die Schule zur Mittagsversorgung angehört werden. * Hier wie auch in Mecklenburg-Vorpommern gewährleisten die Schulgesetze zudem eine Milchversorgung. * In vielen Bundesländern entscheidet die Schulkonferenz über das Warengebot an Schulkiosken und Automaten. In Berlin haben fast alle Bezirke die "Berliner Qualitätskriterien" zur Verpflegungsorganisation in ihre Ausschreibungsverfahren für Catering-Unternehmen aufgenommen. * In Brandenburg ist dies geplant. In Berlin gibt es Zuschüsse für Grundschüler, in Rheinland-Pfalz für sozial benachteiligte Schüler. * Die Zusammenarbeit mit fachwissenschaftlichen und regionalen Akteuren (unter anderem in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen) und ... * ... das Zertifikat "Gesundheitsfördernde Schule" in Hessen sind weitere positive Ansätze zur Nachahmung.
Auch ein Blick über die Landesgrenzen gibt Anschauungsunterricht:
* In Dänemark, Irland, Slowakei, der Schweiz und den Niederlanden herrscht das Grundprinzip, die Schülerinnen und Schüler bei der Herstellung der Speisen zu beteiligen. * In Schottland, Großbritannien und Frankreich sind verbindliche Standards zur Schulverpflegung vorgeschrieben, die zur Einhaltung von Nährwertempfehlungen und somit zur Berechnung der Rezepturen fast aller Speisen verpflichten. Zudem sind allgemeine verbindliche Anforderungen an die Catering-Unternehmen festgesetzt. * In Schweden und Finnland steht für alle Kinder das Essen kostenlos zur Verfügung. In diesen beiden Ländern und in Frankreich ist der Verkauf von Limonaden und Softdrinks an Schulen untersagt. * In Portugal steht jeder Schule eine Gesundheitsassistentin zur Seite, die die Schulen bei den Mahlzeiten berät und das Kiosk- und Automatenangebot kritisch überprüft.
Sechs-Punkte-Programm für die Länder:
Theorie und Praxis sollen ineinandergreifen
1. Die Länder sollten in ihren Schulgesetzen die Verpflichtung der Schulträger für eine gesundheitsförderliche Ernährung aufnehmen. Sie sollten dies mit dem Erziehungsauftrag verbinden, um eine Deckungsgleichheit von Bildungsinhalten und tatsächlichem Lebensmittelangebot zu erreichen. * Bei der Umsetzung sollen Schulträger und Schulen fachliche Empfehlungen (zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Ernähung) aufgreifen. * Sofern Schulen Catering-Unternehmen mit der Essenszubereitung und Essenslieferung beauftragen, müssen Kriterien für eine gesundheitsfördernde Schulverpflegung in die Ausschreibungen aufgenommen werden. * Entsprechende Vorgaben sollten auch für das Angebot am Schulkiosk und Automaten gelten: Softdrinks und ungesunde Snacks sollten aus Automaten und Schulkiosken verschwinden.
2. In der Umsetzung dürfen Schulen mit der Organisation einer gesunden Schulverpflegung nicht alleingelassen werden. * Aufbau einer Plattform für Schulverpflegung der Länder und Kommunen, die allen beteiligten Akteuren (Schulleiter, Schulträger, Eltern- und Schülervertreter, Lehrer und Essensanbieter) zur Information, zum Erfahrungsaustausch und zur Beratung zur Verfügung steht. * Regelmäßige Überprüfungen der Qualität der Schulverpflegung (Siegel, TÜV etc.)
3. Das Bundesverbraucherministerium sollte die Situation der Schulverpflegung in Deutschland regelmäßig evaluieren.
4. Jugendzeitschriften und das Umfeld von Kinderprogrammen im Fernsehen oder Internet sollten frei sein von Werbung für ernährungsphysiologisch problematische "Kinderlebensmittel" .
5. Für Werbung und Sponsoring in Schulen sollten bundesweite Standards festgelegt werden. Vor allem für die Bewerbung problematischer Lebensmittel im Schulumfeld muss es klare Grenzen geben.
6. Verantwortungsvolle Eltern: Ungeachtet des Engagements der Schulen muss Ernährungserziehung primär zu Hause erfolgen. Wer sein Kind ohne Frühstück in die Schule schickt, statt eines Butterbrotes ein Pausengeld oder statt Obst einen Schokoriegel mit auf den Schulweg gibt, darf nicht auf die Verantwortung der Schulen zeigen.
Mehr zum Thema:
* Für gesunde Ernährung an Schulen und Kitas * Aktion für mehr Bio-Essen in Schulen gestartet *
Das Hintergrundpapier "Tafel-Freuden? Das Essen an deutschen Schulen - Dossier zur Situation der Schulverpflegung in Deutschland" findet sich hier [198 KB] .
Herkunftsnachweis:Naturkost.de
Checkliste Schulessen Checkliste "Gutes Schulessen". Hier finden Sie Kriterien zur Mittagsversorgung in Ihrer Schule.
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